© 2020 Jens Ingo Kreißig
*auch hier berichtet der Turm selbst Wie Sie denken können, führt der bequemst Weg der Bergstraße hoch, die Sie mit dem Auto befahren können. Aber so richtig froh bin ich nicht darüber, wenn mir der blaue Dunst um die Nase streicht und die Wanderer sich an parkenden Autos vorbei winden müssen - ganz davon abgesehen, dass die vielen Autos schon manchen Fotografen auf der Motivsuche zum Verzweifeln gebracht haben. Viel lieber sehe ich Sie ohne auf unseren schönen Wanderwegen zu mir kommen, die reine Bergluft atmend und von fröhlichem Vogelgezwitscher begleitend. Um Ihnen die Wahl etwas zu erleichtern, beschreibe ich Ihnen nur einige schöne Wandermöglichkeiten: Der Untere Bergrundgang führt Sie in mittlere Lage um den Berg. Dabei haben Sie nicht den Eindruck auf einem Kreis zu laufen, sondern einem sehr abwechslungsreichen Gebirgswanderweg. Von ihm zeigen mehrere Wege Richtung Gipfel ab - der Wohl berühmteste ist der Zahmsteig benannt nach Ottomar Zahm. Dieser schichtete als Arbeitsloser Anfang der 30er Jahre Hunderte Basaltstufen durch mühselige Arbeit in die Geröllfelder des Südhangs. Eine Leistung, die nicht hoch genug gewürdigt werden kann. Schauen Sie sich diese wilden Geröllfelder an und stellen Sie sich vor, wie Sie allein die scharfkantigen, bis zu mehreren Zentnern schweren Steine schieben, drehen und verkeilen, jedoch keinem etwas davon erzählen. Sie pflichten mir sicherlich bei, wenn die Scheibenberger begannen an Gespenster zu glauben - wie sonst sollt e gerade an der unzugänglichsten Stelle des Berges ein Steig entstehen. - ich kann mir gut vorstellen, wie sich Ottomar Zahm in sich hineinlächelte, sprach man in der Stadt davon. Aber Sie können auch den Stülpnersteig , die "Waldandacht" oder den Weg am "Schafbüschel" benutzen, ebenso wie den direkten Aufgang zum Berg. Dieser schneidet die sich serpentinenartig windende Bergstraße. Beginnend am Kino, laufen Sie durch unseren Stadtpark mit seinem artenreichen Baumbewuchs. Schüler pflanzten ihn vor über 100 Jahren. Bevor Sie jedoch die ersten Treppen erreichen, zweigt von der Bergstraße links die Auffahrt zu Sommerlagerplatz ab und rechts führt die Bergstraße weiter zum Berg - Sie wählen die goldene Mitte. Vom Tonhüttenplatz, hinter der Sprungschanze , führt er über eine als Himmelsleiter bezeichnete Treppe genau auf mich zu. Wie muntere Bächlein durchschlängeln weitere Wanderwege den Wald - schön eingefasst mit ungehauenen Basaltbrocken des Berges. Massiv aus Holz erbaute Schutzhütten und häufig aufzufindende Bänke laden zum Verweilen ein. Das "Lärchenbrünnel", nahe dem Stülpnersteig, hat schon manchen schwitzenden Wanderer Gesicht und Hände gekühlt. Sind Sie Frühaufsteher oder jemand, der die Abenddämmerung liebt, dann machen Sie doch einen Spaziergang um diese Tageszeiten - es sollte mich wundern, wenn Sie nicht auf ängstliche Hasen oder friedlich grasende Rehe treffen würden. Mit etwas Glück können Sie auch stolze Hirsche oder in der Luft schwirrende Käuzchen und Fledermäuse beobachten. Im Mai früh morgens ist es ein Erlebnis, dem Gesang zahlloser Vögel zu lauschen. Die in würziger Bergluft rauschenden Fichtenwälder streiten mit rot- leuchtenden Vogelbeerbäumen um die Gunst des Wanderers. Eben noch im Dunkel des Waldes, öffnen sich entlang des "Oberen Bergrundganges" unvermittelt beeindruckende Aussichten in alle Richtungen des Himmels - doch Vorsicht, kühner Gast! - beugen Sie sich nicht zu weit über das Geländer, Sie stehen auf den "Orgelpfeifen" und nur wenige Schritte vor Ihnen öffnet sich ein Schwindelerregender Abgrund. *aus dem Prospekt des Scheibenberger Aussichtsturmes

Wandern um und auf den Scheibenberg

Das Wandern ist ... *

Oberer Bergrundgang auf dem Scheibenberg >OTTOMAR-ZAHM-STEIG< Ottomar Zahm (1873-1955) legte in den Jahren 1931-1934 als Arbeitsloser den nach ihm benannten Aufstieg zum Scheibenberg an. Über 300 Steinstufen mußten mühsam in dem unwegsamen Basaltmeer geschaffen werden. Oberer Bergrundgang durch den Wald Richtung Osten
Aussichtsturm Scheibenberg
Beachte!