© 2014 Jens Ingo Kreißig
Die Grundlage zum Wettbewerbsentwurf des neu zu erbauenden Aussichtsturms auf dem Scheibenberg war, bezüglich Form und Höhe auf den Turm einzugehen, der bis 1971 auf dem Scheibenberg stand. Die Achteckform des Turms - mit einer neuen Dachform - lehnt sich an den früheren Turm an. Die Höhe der Aussichtsplatte vom alten Turm betrug 20,70m, die neue Plattenhöhe beträgt 22,40m. Der alte Turm war aus Basaltsteinen gemauert, der aber nach ca. 80 Jahren den statischen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Der neue Turm sollte in Form, Material und Konstruktion aus "unserer Zeit" gestaltet werden. Es wurde eine moderne Fertigteilkonstruktion von den Stützen über Brüstungsplatten, Treppe, Aussichtplatte und Turmaufbau gewählt und ausgeführt. Faszination   übten   die   Orgelpfeifen   des   Basaltsteinbruchs   aus,   so   dass   dieselben in    Stützenform    auf    den    neuen    Turm    übertragen    wurde.    Das    Nebengebäude "Turmhäuschen"    wurde    an    den    bestehenden    Wasserbehälter,    der    in    eine Erdaufschüttung   eingegraben   ist,   angelehnt.   Das   Gebäude   hat   einen   massiven Kern    und    ist    ansonsten    mit    den    ortstypischen    Basaltsteinen    verkleidet.    Das Flachdach   erhält   aus   ökologischen   Gründen   eine   extensive   Sedumbegrünung.   Das   Turmgebäude wurde   aus   ca.   200m³   Beton   und   ca.   40.000kg   Betonstahl,   das   Nebengebäude   mit   ca.   110m³   Beton und      8.500kg      Betonstahl      hergestellt.      Das      Dach      besteht      aus      einer      vorgefertigten Leimbinderkonstruktion      (ca.      10,00m³      Holz)      mit      unterspannter      Stahlverstrebung.      Als Dachabdeckung   wurde   eine   vorpatinierte   Kupferdeckung   gewählt.   Die   Turmspitze   ziert   eine   2,70m hohe,   vergoldete   Wetterfahne.   Die   Sitzstufen   am   Fuße   des   Turmes   sollen   Schulklassen,   Verbände und       Wanderer       zum       verweilen       einladen.       Für       die       Farbgebung       war       uns       die St.-Annen-Kirche   in   Annaberg-Buchholz   ein   Vorbild.   Es   war   eine   kurzer   Bauzeit   von   ca.   5   Monaten .........   Der   Aussichtsturm   Scheibenberg   ist   ein   Gemeinschaftswerk   von   sächsischen,   schwäbischen und   fränkischen   Baumeistern   und   Handwerkern.   Die   Baukosten   werden   laut   Kostenrechnung   eingehalten.   Gott sei Dank, sagen wir, dass bei dieser ungewöhnlichen Baustelle kein Unfall passierte.   Mai 1994-Auszug aus dem Amtsblatt Scheibenberg geschrieben von Bau-Ing. A. Engelhardt

Die Entstehung des neuen Aussichtsturmes

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   Aussichtsturm Scheibenberg
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