© 2014 Jens Ingo Kreißig

Basalt - Pfad in Scheibenberg

Das Geheimnis der Orgelpfeifen

Erleben Sie entlang des Basalt- Pfades in Scheibenberg die Entstehung der weltweit bekannten Orgelpfeifen am gleichnamigen Berg. Es wurde ein Lehrpfad errichtet, welcher den Besuchern auf 15 Lehrtafeln, anschaulich den geologischen Aufbau verdeutlicht. Aber auch bekommen die Besucher einen Einblick in die Flora und Fauna der Umgebung und erhalten Informationen über die Geschichte der Städte Schlettau und Scheibenberg. Wenn man sich die 40m hohen Basaltsäulen ansieht, kann man sich kaum vorstellen, welch großer Ausbruch es gewesen sein muss, um solche Massen an Lava hervorzubringen. Die dünnflüssige Basaltlava floss in die Täler und begrub Schichten aus Grus, Sand, Ton und Wacke unter sich. Die Flüsse gewannen aus dem wachsenden Gefälle riesige Kraft und durchschnitten den Untergrund. Daraus entstanden neue Täler in der Landschaft. Das Wasser spülte das Land weg und übrig blieben die schwer abzutragenden Basaltmassen. Die so entstandenen Tafelberge nennen wir heute  Scheibenberg, Bärenstein und Pöhlberg.  Kurz gesagt, aus den einstigen Bergen wurden Täler und aus den Tälern wurden die markantesten Berge des Erzgebirges. Vergessen dürfen wir nicht, dass sich diese Ereignisse Millionen Jahre hinzogen. Weltberühmt wurde der Scheibenberg, mit seinen Orgelpfeifen, durch den Neptunstreit. 1787/88 untersuchte der Freiberger Forscher und Professor Abraham Gottlob Werner den Scheibenberg. Der Neptunstreit handelt um die Entstehung des Basalts – schlussendlich wurde so festgestellt, dass der Basalt nicht nassen Ursprungs ist, so vermutete Werner, sondern aus vulkanischen Ablagerungen entstand. Geologen wurden mit diesen Erkenntnissen die Augen in Bezug auf vulkanische Landschaften geöffnet.
Scheibenberg Sandschichten, Ablagerungen Beachte!
   Aussichtsturm Scheibenberg
(c) R. Grabrucker